Freitag, Oktober 03, 2008

Gehen, rutschen, fahren, fliegen

Was ich von Palermo halten soll, weiss ich auch nach dem 3. Besuch nicht.
Auf alle Fälle die kinderwagenunfreundlichste Stadt, in der ich je war. Ojeh, nun gehör ich also auch dazu. Bääääääh.
Aber wenn man 1 km auf dem Trottoir geht und an der Strasse die Autos so dicht parkiert sind, dass es unmöglich ein Durchkommen mit Wagen gibt und dann das Trottoir einfach im Nichts endet und man 1 km wieder retour geht, um auf die Strasse zu kommen, dann denkt man, dass nicht nur die Römer spinnen. Ok, ok, 1 km war etwas übertrieben, aber ganz ganz ganz weit.


Aber der Babyrummelplatz hat uns dann wieder für all die im Juhui endenden Gehsteige entschädigt.



Wir stimmen uns wieder auf das Bootsleben ein.


Moana findet das ganze super.

Aber dem Specht ist schlecht!

Mami, wieso tuesch eso blöd? Wieso muess mer sich mit dir immer schäme? Di nimi also nöchschmol also nüme mit! Chasch dihai blibe!

müd und munter

Am 15. Dezember schrieb mobalo:

ich weiss zipf, wahrscheinlich bist du nicht nur öra-, boot-, mitmenschen- engraumwohn-, herumzie- und nochnmalsschiffs-müde sondern auch blog-müde. UND TROTZDEM! ich tät mich ungemein freuen über das eine oder andere bildli.


Öra: man glaubt es kaum, aber dorthin wünsch ich mich manchmal zurück
Boot: nach wie vor an vorderster Front in unserem Leben, auch wenn sie nun in Lavrio auf dem Trockenen steht
Mitmenschen: nein, die sind wirklich ganz nett. Ausser die vom Begleiteten Wohnen gegenüber, die nennen mich eine Schlampe und ich hätte ja keine Ahnung, sei ja noch nie im Gefängnis gewesen. Stimmt, das fehlt mir noch an Lebenserfahrung.
Engraumwohn: sind den Stauraum in unserer Wohnung neu am erfinden.
herumzieh: wir geniessen die Sesshaft (sammle meine Erfahrungen also doch im Haft absitzen)
schiffsmüd: ja
blogmüd: NEIN, NEIN, NEIN! einfach keine Zeit. Aber da ich immer mal wieder Rüffels fürs Nichtbloggen und Aufmunterungen zum Wiederbloggen kriege, nehm ich nun Anlauf und starte frisch und froh noch im alten Jahr. Nix Vorsätze für das nächste.


Fürs erste mal ein Bild von Principessa, die sich grad flott für den Miss Curly Contest macht.

dritter und letzer Teil

Ab morgen gehören wir wieder zu den Seezigeunern und starten unsere dritte und letzte Etappe, von Palermo nach Athen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten 4 Wochen ab und zu dazu komme, ein paar Bilder und Geschichten zu posten. Bis dann freu ich mich aber auf Kommentare zu dem einen oder andern Beitrag, die kriege ich nämlich via Email zugeschickt. Wär schön zu wissen, dass ich zwar vom, aber nicht nur ins Blaue hinaus geschrieben hab.
Bis dann bald liebe Leserinnen und Leser, wir wünschen wir euch einen ganz schönen Herbst. Das ischs wieder gsi, mit Trix und Gäx, Tschou zäme!

Donnerstag, Oktober 02, 2008

Hochzeitsfotos

Mondello ist der Ort für die Palermitaner, wo sie ihre Hochzeitsfotos schiessen. Nicht am Strand, nicht auf dem Berg, nicht im Park, sondern auf dem Dorfplatz und in den umliegenden Geschäften. Beim Gemüsehändler, in der Gelateria, im Uhrenladen.


Und ich bin froh und stolz, mit diesem Blogeintrag endlich wieder in der Jetztzeit angekommen zu sein.

Die Sandstrandsäuberungsmaschine



Kann mal jemand bitte eine Sandnuggisäuberungsmaschine erfinden? Am liebsten eine, die man dem Kind um den Hals hängen kann.

Mittwoch, Oktober 01, 2008

Der Tod und das Mädchen

Da ich nach dem Spitalbesuch sowieso schon in Palermo bin, besuche ich die Catacombe dei Cappuccini. Morbide Sache das, an 1200 Toten vorbei zu schlendern.




Bis 1670 diente die neue Kapuzinergruft vornehmlich den Mönchen als Grabstätte. Im Laufe der Zeit aber wurde der Druck der Gläubigen auf das Kloster nach Bestattungen in der Gruft größer. (...) Um des wachsenden Andrangs Herr zu werden, wandten die Mönche eine besondere Methode an. Dieses Verfahren bestand darin, dass man die eingelieferten Verstorbenen zu mehreren in kleine, trockene Räume, sogenannte „Colatoi“ auf Terrakottaröhren über steinerne Wannen legte. Die Austrocknungskammern waren, wie der Rest des Gewölbes, in den anstehenden vulkanischen Tuffstein gehauen bzw. teilweise mit Tuffquadern ausgemauert worden. Die Trocknung geschah hier, abweichend von anderen Befunden dieser Art, unter völligem Luftabschluss. Der poröse Tuff saugte die Leichenflüssigkeit auf, worauf die Leichname binnen acht bis zehn Monaten völlig ausdörrten. Dann wusch man sie mit Essig, ließ sie noch circa zwei Wochen in der Sonne trocknen und kleidete sie dann in ihre Amtstracht, Uniformen oder Festtagskleider. Erst danach wies man ihnen ihren Platz in einem der Korridore an, wo sie von Verwandten und Freunden besucht und von Zeit zu Zeit neu eingekleidet werden konnten.
(Quelle: wikipedia.org)

Aus Lichtmangel sind meine Mumien alle ziemlich unterbelichtet, dank Fotoshop aber trotzdem erkennbar. Durch die etwas verfälschten Farben wird das ganze noch unheimlicher. Bessere und mehr Fotos gibt es hier.

Und nach Moanas erstem Trotzanfall, nach der ersten ungenügenden Note in der Schule, nach der ersten Zigarette und nach dem ersten Banküberfall wird man mir immer wieder dieses Bild unter die Nase halten. Siehste, so hat alles angefangen!

Als gute Mutter jedoch gebe ich mein Kind nach dem traumatischen Besuch in der Unterwelt einem Mönchen in die Obhut. Moana wird als erste weibliche Novizin des Kapuzinerordens in die Geschichte eingehen und ihre arme Seele wird nun wieder rein gewaschen.

Spital

Nach vier Tagen Fieber und drei Tagen bloss am Rockzipfel oder am Hosenbein hängen und jammern oder brüllen (wir kennen unser Kind nicht mehr), fahre ich mit Moana in den Spital nach Palermo. Da wir die nächste Woche auf den Liparischen Inseln sein werden, müssen wir jetzt herausfinden, was mit ihr los ist.
Im Spital wird sie auf Herz und Nieren, resp. Hals, Nasen, Ohren, Fudi undsoweiter untersucht. Das Kind findet das extrem spannend und glatt, flirtet mit allen Ärzten, macht den Kasper mit den Krankenschwestern, juchzt und giggelet. Kein Anzeichen mehr von Unwohlsein oder Krankheit. Kein Weinen, kein Söderen, nix. Purlimunter, vögeliwohl.
Alle im Spital haben Freude am blonden Mädchen, ich ernte einige "na, wieder mal so eine überbesorgte deutsche Touristin"-Blicke. Egal, Hauptsache, das Kind ist wieder gesund. Was immer es war.
Hier in Sizilien werde ich immer wieder von Leuten gefragt "ist ein Bub, oder?" Komischer Bub mit weissem Kleidchen und Blümchen drauf. Aber ein Mädchen kann es auch nicht sein, weil es keine Ohrenringe hat.

Dienstag, September 30, 2008

Liebe Kinderchen

Schaut euch mal diese herzigen Tierchen an. Sind sie nicht putzig? Die kann man alle essen. Püriert und in ein Gläschen abgefüllt. Mmmmmh, fein. Lecker schlecker, Kuscheltierchen essen!



Montag, September 29, 2008

Brüten bei angenehmen Temperaturen

In der Zwischenzeit hat Hans für uns das Paradies gesucht und gefunden. Eine kleine Ferienwohnung umgeben von einem wunderschönen Garten.
Da fällt einem das Studieren über Abwassersysteme und Elektroinstallationen ein bisschen leichter. Aber nur ein bisschen. 12 und mehr Stunden pro Tag brütet Hans über seinem Compi, also nix Ferien. Der Druck steigt. Mitte Oktober ist verdammt bald.
Apropos Brüten: Moana hat noch immer Fieber.




Sonntag, September 28, 2008

Sizilien


Samstag, September 27, 2008

Freitag, September 26, 2008

Haus

Wir geniessen es in vollen Zügen, nach langer Zeit wiedermal in einer richtigen Wohnung zu sein. Ein richtiges Dach, ein echtes Bad und üüberaal soo viiel Platz zum Kriiechen. Da steht man nicht immer gleich nach 2 Metern wieder an einer Wand an.





Und Claudia geniessen wir natürlich auch!

Donnerstag, September 25, 2008

Gurke und Schurke



Da findet sie es noch glatt. Später am Tag kriegt sie Fieber, das 4 Tage lang anhalten wird.

Mittwoch, September 24, 2008

Schnüffel Werk





Den Namen vom Künstler habe ich leider vergessen.
In jedem Strumpf hat es ein anderes Gewürz. Und wir haben nachher gelb-braune Nasen.

Dienstag, September 23, 2008

Roma


Da wir ja in Rom umsteigen müssen, steigen Moana und ich aus und bleiben 4 Tage bei Claudia in Rom. Hans geht schon mal nach Sizilien das Bett vorwärmen. Nein, natürlich nicht. Er nutzt die Ruhe und arbeitet wie ein Gepickter an der Dokumentation vom Schiff, damit wir dann endlich die CE-Zertifizierung dafür erhalten. Deadline ist Mitte Oktober. Und das Dokument muss ALLES umfassen, was irgendwie mit dem Schiff zu tun hat. Also ungefähr ein Buch.

Montag, September 22, 2008

Das Kind für eine Weile auf den Balkon sperren












Ok, ok, wir lassen dich wieder rein!