Samstag, Mai 31, 2008

von Göteborg nach Wallhamn

Meine Kamera ist ja immer noch unbrauchbar, weil sie während dem Transport in den Dreck gefallen ist. Und die grosse teure Spiegelreflex hat irgendwie einen Tilt und belichtet was das Zeug hält. Und wir sind praktische ohne gute Bilder von unserer ersten Fahrt.
Aber dies Bild gefällt mir trotzdem. Oder deswegen.

Hallo Kollege!

Jeden Tag haben wir andere Gäste, welche uns ein Stück auf unserer ersten Reise begleiten.
Heute fährt Hans' Cousine Cecilia, die aber, wie ich auch, nicht so recht weiss, wie man als Dame dreinschauen soll.

Dort hinten in dieser Bucht liegt unser neues Zuhause.

Ein weiteres Etappenziel ist erreicht! Wir sind in der Wallhamn Marina angekommen. Nochmals tausend Dank für all die Glückwünsche!

Und kaum am Meer, beginnt wieder die Zeit der kitschigen Bilder. Aber so sahs aus, als ich in der Nacht auf die Toilette musste. Das entschädigt einem für 2-3 Tage Schleifen mit Gasmaske bei 40 Grad im Schatten.

Freitag, Mai 30, 2008

von Trollhättan nach Göteborg Opera

Insgesamt passieren wir heute 6 Schleusen mit einem totalen Höhenunterschied von 44 Metern. Da wir "runter" fahren, wird in jeder Schleuse das Wasser abgelassen. Hätt nie gedacht, dass das so schnell geht, SCHLURP, und man ist ein paar Meter weiter unten.

Zwischen dem oberen und dem unteren Bild liegen etwa 6 Minuten. Also fast so schnell, wie wenn man bei der Badewanne den Stöpsel rauszieht.




Bei einer Schleuse renn ich voraus und treppab und seh unser Baby das erste Mal von oben. Welch Anblick!


Den Rest vom Tag tuckern wir auf dem Göta Älv in der Hitze der grossen Stadt entgegen.

Wir hätten doch anhalten sollen! Der Aufwand wär es wert gewesen, später mal sagen zu können, "fürs Abwaschbäseli und die 100 Rechaudkerzli sind wir mit dem Katamaran in die Ikea gefahren!"


Übernachten tun wir grad neben der Oper.
Allergrösstes Pech ist, dass unsere Schweizer-Guggöteborger genau diese Woche in der Schweiz sind. Also niemand am Pier, der uns mit Appenzellerkräuterlikör und selbstgebackenem Kuchen erwartet. Nur Gaffer und die natürlich mit leeren Händen.
Später am Abend kommen sie dann aber doch noch, die Freunde zum feiern. Mit Taschen voll Essen und Trinken und einem Sack voll Kinder.

Donnerstag, Mai 29, 2008

Von Spiken nach Trollhättan

In Spiken wähnt man sich an der schwedischen Westküste, jedoch liegt das schmucke Fischerdörfchen am Vännernsee.

Sehr vertrauenserweckend, unsere Seekarten!

Aber Kjell kennt die Inselwelt wie seine eigene Werkstatt. Wer schon mal im Reich des Düsentriebs von Döve war, weiss was das bedeutet. Einmal mehr Gottvertrauen. Sapperlott, wir werden noch gläubig auf dieser Reise.

Man entschuldige die schlechte Bildqualität, aber draussen war es sooo hell und drinnen sooo dunkel.

Was würden wir ohne unser Putzfeen machen, wohl im ewigen Morast versinken! Vielen Dank Birigt und Sven-Erik!

Schon ein erhabenes Gefühl, wenn sich alle Brücken bloss wegen uns öffnen.


Mittwoch, Mai 28, 2008

Jungfernfahrt von Lidköping nach Spiken

Der harte Kern ist dabei, als wir am Mittwoch um 18 Uhr zum esten Mal die Leinen losmachen.




Wir lassen Lidköping und damit einen weiteren Abschnitt des Projektes und unseres Lebens hinter uns.




Erster Apéro zu laufendem Motor.


Jack Sparrow und...

... Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet).

Läckö Schloss und eine Reeling noch ohne Seil.

Birgitta hat extra das Piratenshirt angezogen.

3 Schwimmwesten, 9 Leute, davon 4 Rentner und ein Baby. Hans und ich sind die einzigen, die sich zutrauen, mehr als 50 Meter am Stück zu schwimmen. Bootserfahrung haben 3 Leute. Man kann es Grobfahrlässigkeit, Mut oder einfach Gottvertrauen nennen. Vielleicht auch einfach der Glaube in unsere Arbeit.
Die Belohnung für alle mutigen Mitfahrer der ersten Stunde war eine wunderschöne Fahrt auf dem Vännernsee in den ausklingenden Abend hinein.

Dienstag, Mai 27, 2008

Öra dicht machen

Bevor wir abhauen können, müssen wir als gute Mieter den Rasen in Ordnung bringen. Papa Pius kämpft sich mit Rückendeckung durch das Dickicht und den Wüstensand.


20 Zügelschachteln, die nirgendwohin reichen.

Montag, Mai 26, 2008

Die Einwässerung







So, und nun muss ich ins Bett, ich fall fast unter den Tisch. Wir sind hundemüde, aber glücklich!

Sonntag, Mai 25, 2008

Der Transport

Vom Transport gibts sicher später mal noch mehr Bilder und vorallem auch die Geschichten dazu. Hier nur ein paar wenige für unsere Zuschauer in der Schweiz, in Östereich und in Deutschland (frei mach Rudi Carell oder wars Thomas Gottschalk?)

Briefing um 4:00 Uhr, Abfahrt um 5:00

Centimeterarbeit

Hier ging meine Jeans in Fetzen, als sich die lieben Kühlein als böse Stiere entpuppten und mir an den Kragen wollten und ich nur noch durch den doppelten Stacheldraht hindurch flüchten konnte, dabei aber mit Pulli und Haar am oberen Draht und eben mit Jeans am unteren Draht hängenblieb und ne ganze Weile hatte, bis ich mich wieder frei hatte. Natürlich hat mich niemand in meiner misslichen Lage beachtet, schliesslich war ich ja nicht der Mittelpunkt des Geschehens, der einzige, der mich gesehen hat, war der Ian, nur war Ian leider der Filmer, und der wollte lieber ein paar glatte Aufnahmen von mir in den Drähten machen, als mir zu Hilfe zu eilen.




Die ersten 10 km ist Hans und seine Helfer mehrheitlich gerannt, weil an jeder Ecke Gefahren und Probleme lauerten und es sehr oft um Centimeter ging.





Und dann endlich, 7 Stunden später, sehen wir das Wasser vom Vännernsee. Noch eine Kurve und wir sind am Ziel.

Wie ich das Kreischen der Möven höre, muss ich grad losheulen. Wir habens geschafft!

Abgesehen von den Kratzern im Lack, einer zerrissenen Jeans und einem kaputten Fotoapparat (bei Kilometer 2 von 88 in den Dreck gefallen), haben wir den Transport ohne nennenswerte Schäden überstanden.