Sonntag, Mai 31, 2009

Agios Galini - Matala

Das Leben ist Pfeifen

Matala war in den 60er Jahren eine Hippie-Hochburg. Eigentlich keine Hochburg, sondern Hochhöhlen. Die Love'n'Peace'-Leute haben sich in ehemaligen Grabstätten niedergelassen.


Die einen haben wohl einfach ihr Bastmätteli (oder Bast-Matala) aus- und ihr Gras eingerollt, die andern haben im Sandstein gekratzt und gebudelt und die Höhlen noch etwas ausgebaut und wohnlicher gemacht.
Die Toten hatten in ihren Nischen wohl noch keine freie Sicht aufs Mittelmeer.

Homestyling mit Farbe

Und Joni Mitchell hat in diesen Höhlen den Song Carey geschrieben.

Und all die Blumenkinder haben sehnsüchtig auf den auslaufenden Katamaran geschaut und gedacht, könnt ich doch nur mitfahren. Nach Indien oder sonstwohin. Aber ein alter indischer Guru hat mir mal gesagt Ti gräs is allweis griiner on ti oter saaaid! Wie wahr, wie wahr. (Greetings to Mistar Mäffius)

Der rausgeschmissene erste Matrose hat sich in der Zwischenzeit in einer Höhle in Matala niedergelassen.

Samstag, Mai 30, 2009

Agios Galini

Das Pendant zu Zürichs Untergrund-Abfallcontainern, die Übergrund-Abfallpresse. Das schöne daran, dieses Güselkamin kann sogar sprechen und sagt einem, was man mit dem Chübelsack tun soll. Wer von euch mag sich an den sprechenden Zwerg im Sedel erinnern "no meh Papier, no meh Papier." Genau, ungefähr so tönt es.

Nur für die Schwedischsprechenden unter euch glatt.

Ist man mal an einem Ort etwas länger als nur einen Tag, kriegt man sofort von überall her Klatsch und Tratsch mit und ist auch selbst Teil davon.
Im Hafen von Agios Galini liegt ein Schiff, welches mit pakistanischen Flüchtlingen angekommen ist, die aber geschnappt wurden, bevor sie ihre Füsse auf griechischen Boden stellen konnten.
Die einen behaupten, es sei dieses Schiff gewesen:

Die andern behaupten, es sei dieses Schiff gewesen:

Die richtige Antwort wissen wir auch nicht, aber was für das Segelschiff spricht: Es sieht nicht offensichtlich aus wie ein pakistanisches Flüchtlingsschmuggelschiff und sein Name ist Lucky Duck. Sehr verdächtig.
Bei der Hafenpolizei ist die Wand nicht mit Verdächtigen, sondern mit vermissten Kindern tapeziert :-(

In Agios Galini lernen wir eine Amerikanerin kennen, die hiess früher mal Betty Irgendwas. Den Vornamen fand sie selbst dann irgendwann doof, wegen Betty Boo und den Nachnamen irgendwie auch grad. So hat sie sich offiziell in Hera umgetauft. Nicht Vor- und Nachname, sondern einfach nur Hera. Das ging anscheinend. Wenn sie Formulare ausfüllen muss, dann schreibt sie nfn Hera (nfn=no first name). Weil sich nfn Hera auf der Visitenkarte schlecht machen würde steht dort Holy Hera. Holy Cow, Sachen gibts....

Noch immer Schnee in den Bergen.

Heute mussten wir leider unseren ersten Matrosen fristlos entlasten. Er hat sein Alkoholproblem trotz unseren Bemühungen nicht in den Griff gekriegt.

Freitag, Mai 29, 2009

Agios Galini

Der rechte Motor hängt am selbstgebauten Galgen. Die grauslige Entdeckung von gestern: zwei von drei Bolzen, mit welchem der Motor angemacht ist, sind kaputt. Wie abgesägt oder durchgetrennt. Ein sauberer Schritt. Noch ein Bolzen, der uns von einem hüpfenden und tanzenden Motor bewahrt hat.


Der Heilige Gallus (oder eben der Agios Galini) kann uns da auch nicht weiterhelfen und sonst im Dorf auch keiner. Wir mieten ein Auto und fahren zwei Stunden über Berg und Tal nach Heraklion wo sich Hans nach neuen Bolzen und ich mich in der Stadt umsehe.

Hier das einzige existierende Bild eines Griechen mit Helm UND Schal auf dem Motorrad.

In Heraklion verliert Moana ihre Unschuld. Man betrachte den irren Blick.


Neue Bolzen gabs nicht, dafür einen Bolzenschweisser.

Tönt mal wieder alles einfach und löcke vom Höcke, so ein paar Bolzen zu flicken, wars aber nicht.

Donnerstag, Mai 28, 2009

Loutro - Agios Galini

Hans mit Fahrtwasser

Der Schnee und die Strasse

Mittwoch, Mai 27, 2009

Sougia - Loutro



Endlich mal wieder ein Chamäleonbild.

Dienstag, Mai 26, 2009

Montag, Mai 25, 2009

Elafonissi - Palohora

Die Prinzessin hat nicht nur eine Zofe, sondern auch ein Seepferdchen.

Sonntag, Mai 24, 2009

Gramvoussa - Elafonissi

Karibikfeeling auf Kreta.


Agios Moanis auf seiner Pilgerreise durch den Sumpf.

Samstag, Mai 23, 2009

Chania - Gramvoussa

Iria und die Fototapete




Irgendwo im Nichts zwischen Wrack und Disteln werden wir von griechischen Fischern am Strand zum Znacht eingeladen. Roher und gegrillter Fisch, auf Paletten sitzen zum Stirnlampenlicht. Bärtige laute Männer und dicke noch lautere Frauen und irgendwo dazwischen noch ein paar müde Kinder.

So muss man sich wohl Ronja Räubertochters griechische Verwandte vorstellen.

Freitag, Mai 22, 2009

Antikithira - Chania

Aber all die Mühe hat sich gelohnt.

Einfahrt im Hafen von Chania auf Kreta, wo unser erster Törn endet.

Donnerstag, Mai 21, 2009

Kithira - Antikithira

In Kithira ist nichts los. Aber im Gegesatz zu Antikithira geht dort schon fast die Post ab!
Weil uns langsam die Vorräte ausgehen, suchen wir ohne grosse Hoffnung auf Antikithira einen Laden. Und finden tatsächlich einen. Der Supermarket ist eigentlich eine Küche, einzig am Kühlschrank mit Glastüre könnt man erahnen, dass es sich um einen Laden handelt. Die restliche zu verkaufende Ware ist in offenen Chuchichäschtlis ausgestellt. Viel gibts nicht, Crackers und Toastbrot, Feta und Olivenöl.
In der Küche sind drei Männer, einer kann ziemlich gut Englisch. Wieviele Leute denn auf der Insel wohnen würden, will ich wissen. Am Silvester seien es 21 Leute plus der Arzt und der Polizist gewesen. Aha, und warum werden die gesondert aufgezählt? Weil der Arzt immer nur 3 Monate bleibe, dann komme der nächste. Der Polizist arbeite nur einen Monat, hat einen Monat frei, arbeite wieder einen usw. Wenn er frei hat, käme ein anderer Polizist, die teilen sich also die Stelle, jeder arbeitet nur 6 Monate im Jahr. Dann aber voll. Gäbe sicher viel zu tun, mit all den Räubern, Mördern und Halunken auf der Insel, witzle ich. Der Mann witzelt zurück. Dann bietet er uns an, Wind und Wetter für die kommenden Tage für uns im Internet zu checken. Aha, der Mann hat sogar Internet! Was er denn hier auf der Insel mache, neugieren wir. Er sei der Polizist. Aha, zum zweiten.

Leintücher trocknen.

Am späteren Nachmittag verlassen wir Dorf und Polizist um für die Nacht eine einsame Bucht anzusteuern, welche Hans und Patrick beim Landerkundungsgang von oben gesichtet haben.
Ziemlich rauhe See.

Rund ums Kap und plötzlich ist alles ruhig. Fast schon gespenstisch. Wir sind froh, dass wir so und nicht andersrum ums Kap gefahren sind.

Die Bucht ist dann doch etwas enger, als es dem Hans und dem Patrick von oben erschienen ist. Aber niemand will zurück auf die rauhe See. Patrick muss wortwörtlich ausbaden, noch und noch und noch ein Seil, das an einem Fels angemacht werden muss. Nach einer halben Stunde ist es geschafft, mit 5 Seilen, Patrick mit blauen Lippen und Hans trockenen Fusses, aber schwitzend*.

Am Abend lesen wir im Insel-Faltprospekt:

Zur Übernachtung werden auf Antikithira Privatzimmer angeboten. Auf Grund des begrenzten Zimmerangebotes ist es empfehlenswert, vor einem Besuch der Insel mit der Gemeindeverwaltung oder der örtlichen Polizeistation zwecks Zimmer reservierung Kontakt aufzunehmen.

Aha Nummer drei: Somit wissen wir nun also doch noch, was der Polizist auf der Insel so treibt nebst dem Ganovenfang. "Polizeiposchte Antikithira, Grüezi. – Nai, tuet üs laid, hüt Nacht isch leider alles uusbuechet. Aber wenns ihne nünt usmacht, für eimol trennti Schlofzimmer z'ha, mir hettet do no zwei Einzelzelle. "

*Das Boot treibt ab, der Fels kommt näher und näher, sapperlott, sind die Seile endlich angemacht, mehr nach rechts, mehr nach rechts, halt, hier wird es extrem untief, schnell,schnell, und das andere Seil, los, nein, hier, weiter nach hinten, festmachen, schnell "He Hans, sorry gäll, aber könntest du mir nicht nochmals zeigen, wie der Palstek geht?" Das sind die Momente, wo sich Hans eine Grenadier-Crew wünscht :-)

Mittwoch, Mai 20, 2009

Monemvassia - Kithira



Kithira, eine Insel, wo überhaupt gar nichts los ist. Wunderbar!

Dienstag, Mai 19, 2009

Spetses - Monemvassia

Da bringt man mal endlich die gesamte zehnköpfige Crew auf eine einzige Kanone und dann vermassle ich das ganze Bild. Hätt ich nicht in letzter Sekunde die saublöde Idee gehabt, die Arme auszustrecken, würde man auch den Hans noch sehen. Nun eben nur seinen Hut. Jänu, der Hans mit und ohne Hut kommt ja in diesem Blog nicht zu kurz.

Die Prinzessin und ihr Eselchen.

In Schweden gibt es den Ausdruck "Vuxenpoäng". Wiederhol ich mich? Übersetzt heisst das "Erwachsenenpunkte". Vuxenpoängs kann man wie Cumuluspunkte sammeln. Zum Beispiel mit dem Kauf eines Kombis, dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung für die Katze oder dem rechtzeitigen Abliefern der Steuererklärung.
Das Erklimmen von Bergen nur wegen der schönen Aussicht gehört wohl auch in diese Sparte. Oh, wie ich es gehasst hab als Kind! Die ganze Mühe, nur damit man von oben dorthin schauen kann, wo man ja genau vorher bereits war.



Irgendwie hab ich gar nicht gemerkt, dass ich erwachsen geworden bin.

Montag, Mai 18, 2009

Hydra - Spetses

Frischgemüs

Schwimmen und nicht mehr Schwimmen im Hafen von Spetses.