Sonntag, Januar 04, 2009

Amen

Seit 2 Monaten sind wir nun zurück in der Schweiz und haben uns hier in Zürich wieder mehr oder weniger eingelebt. Das Abenteuer ist vorbei. Wir sind vorerst mal froh, nun endlich wieder zu den 0815-Menschen zu gehören, zu den Otto Normalverbrauchern, resp. den Sven Svenssons. Wir sind nun wieder Normalos mit einem geregelten Leben, einem festen Wohnsitz, einem fixen Arbeitsplatz mit einem fixen Lohn, den dazugehörigen foxen Steuern und den fuxigen Erklärungen dazu.
Ich beginne nun mit Seidenmalen und Hans hat angefangen, Briefmarken zu sammeln, davon würd ich euch gern berichten, aber ich hab den Verdacht, dass ihr diesbezüglich sowieso schon alles wisst.
Es gibt nun nur noch eine Seite, unser Leben ist furchtbar eindimensional geworden, somit gibt es auch keine Kehrseite mehr. Nix mehr zum wenden oder drehen, alles schön an der Oberfläche.

Wir danken euch herzlichst für eure Aufmerksamkeit und verabschieden uns mit einem Bild aus Hansens Familienalbum von 1979 nun endgültig für alle Ewigkeit.



Herzlichst Regula und Felix Muster

PS 1: Wir sind bereits daran, die nächste Segelsaison zu planen. Falls jemand die Infos dazu per Email erhalten möchte (und noch nicht auf der Newsletter Liste ist) , so melde man sich doch bei uns per Mail oder per Kommentar.

PS 2: Auch wenn das da oben nun alles wahnsinnig abgeklärt tönt, es tut mir natürlich im Herzen weh, meine Kehrseite aufzugeben, sie ist mir in den 3 Jahren doch sehr ans Herz gewachsen. Aber im Moment wüsst ich wirklich nicht, worüber ich schreiben könnt. Vielleicht fällt mir ja mal etwas ein und ich beginne einen neuen Blog. Ideen sind jederzeit willkommen.
Aufwiedersehen!

Freitag, November 14, 2008

Elefanten und Tanten


Die MOANA steht seit dem 14. November in Lavrio östlich von Athen an Land.
Sie hat es geschafft und ist ohne grössere Probleme in 16 Wochen von Schweden nach Griechenland gesegelt. Wir sind stolz auf sie!

Nach zwei Wochen Aufräumen, Putzen und Unterhaltsarbeiten steht sie nun wie ein Elefant vom Zirkus Knie in ihrem Winterquartier und wartet brav auf die nächste Saison.
Und wir können es kaum erwarten, endlich wieder alle Zuhause zu sein, ein richtiges Dach über dem Kopf und eine echte Wohnung nur für uns ganz alleine zu haben.

Samstag, Oktober 25, 2008

Von Zakynthos nach Lavrioendstationbitteallesaussteigen


Es ist noch da, das Zigarettenschmugglerschiff auf Zakynthos.

Und unsere Inschrift von 2006 auch.

Die wird nun grad erneuert und erweitert.





Moanas Adlerhorst.
Herzlichen Dank an Marianne und Sam!



Noch mehr Delfine. Wie schön, dass es sie noch gibt.



Die Törns sind nun vorbei. Moana rüstet sich bei 25 Grad schon mal für den Winter.

Samstag, Oktober 18, 2008

Von Korfu nach Zakynthos

In den Häfen gibt es jeweils kleine und grosse Schiffe. Wir gehören zu den grossen. Dann gibts aber auch sehr grosse Schiffe, daneben sehen wir ganz klein aus. Und dann gibt es da die uuuuhuuuueren grossen Schiffe. Daneben sind wir ein Nichts.
Die Fähre da neben uns ist keine Fähre, sondern die Ecstasea, Roman Abramowitschs kleinste (!) von 3 Yachten.

Rund 86 Meter lang ist die Penisverlängerung und belegt den Platz 29 der grössten Yachten der Welt.

Statt eines Motors hat der Kahn eine umgebaute Flugzeugturbine.
Spitzengeschwindigkeit: 36 Knoten

Den Roman kriegen wir leider nicht zu Gesicht. Und auch die rumwuselnde Crew will uns partout nicht zu einer Bootsbesichtigung einladen.


Das Coming-back von Neil und Chris auf Paxos.


Unser neuestes Projekt.

Hans wirft sich schon mal in die Eigentümerpose.

Ok, dazu müssen wir zuerst den Katamaran verkaufen. Wer will ihn?

Hmm, aber auch schade, dann ein Haus am Meer, aber kein Schiff mehr zu haben.

Lotto spielen.

Opferstöcke ausrauben.

Arbeiten? Nä.

Also nächstes Mal doch auf den Roman warten.

Wieviel die Griechen wohl so pro Sonntag spenden?

Samstag, Oktober 11, 2008

Von Messina nach Korfu


Von Italien (Taormina) fahren wir in einem Schnurz nach Griechenland. 36 Stunden Wasser Wasser Wasser. Und doch keine Sekunde langweilig. Aber keine Fotos, weil die wären es vielleicht.




Neu im Kanon der griechischen Lieblingsinseln: Paxos.
Da könnt man sich niederlassen oder gar alt werden.


Als gute Mutter back ich unserer Tochter am Abend vor ihrem 1. Geburtstag natürlich eine Geburtstagstorte. Am Morgen schwimmt die Torte. Nicht im Meer, sondern im Kühlschrank. Zuwenig Strom in der Nacht, das ganze Gefrierfach ist abgetaut, das Schmelzwassser in den Kühlschrank und über die Torte geflossen. Wer will schon Torte mit Gefrierfachgeschmack...

Also am Morgen in den Mini-Supermarkt rennen und fluchend eine neue Torte machen! Was bleibt der guten Mutter anderes übrig.

Über die stilvolle Deko werden sich die geladenen Gäste sicher freuen!

Dresscode: von rot über rosa bis pink oder als Könige verkleidet.

Prinzessin Moana mit Gotti Hanna.

Geburtstagsgrüsse von Moanas ich-hau-dir-das-Schüfeli-über-den-Kopf-Freundin Nerina.

Die wahrlich stolzen Eltern. Nicht stolz auf die Tochter, da kann man ja herzlich wenig dafür, sondern auf sich selbst, das erste Jahr geschafft zu haben. Wenn Nicht-Eltern das nicht verstehen, egal.

Von ihrem Vater kriegt Moana ein Pferd zum Geburtstag. Ein ganz kleines. So klein, dass es sogar in ein Gläschen passt.


United Colors of Greece.

Samstag, Oktober 04, 2008

Von Palermo nach Messina

Auf den liparischen Inseln angekommen wissen wir, dass sie zu unseren Favoriten dieser Reise gehören werden. Die kommen sicher auf meine persönliche Liste der 100 places to see before you die. Also besser nächstes als übernächstes Jahr hinfahren, man weiss ja nie, ob man oder sie vorher explodieren oder untergehn.

Wer kennt das Gefühl, das die Wolke immer genau über einem schwebt? Davon können die Inselbewohner ein Liedchen singen.

In der Nacht legen wir ab und fahren halbrund um Stromboli, bis zur Sciara del Fuoco, wo man den alten Raucher am besten beim Fauchen, Husten und Spucken beobachten kann. Ein wahnsinnig imposantes Schauspiel, wenn auch bloss aus der Ferne. Nicht nur visuell, sondern auch akkustisch ein tolles Erlebnis!





So weit es ohne Führer erlaubt ist, kämpfen wir uns den Kegel vom Stromboli hinauf, um dem fauchenden Drachen noch etwas näher zu sein.







Doppeldeutig geschafft.


Was grünt so grün.
Nach dem Abstieg haben wir uns was verdient.






Strombolicchio



Beim nächsten Schiff wird alles anders. Beim nächsten Schiff wollen wir auch ein Segel mit einem Fleischbrocken drauf. Oder vielleicht auch mit einer Brodworscht. Gesponsort von der Metzgerei Gemperli aus Sangallä.


Salina


Neptun


Happy happy family.