
(sogar auf die frontpage haben wirs geschafft. wies der zufall will, über uns die biertrinkenden maturanden von borås.)
mit wind in den segeln
auf einem hof im dorf döve, zwischen börstig und öra, ist ein traum im begriff verwirklicht zu werden. in einer anspruchslosen halle, in schwaden von von schleifstaub und schweiss
(also hallo, dabei haben wir extra vorher geduscht!), wächst ein schiff, das so gross wird, dass teile der halle abgebrochen werden müssen, um es auf den vorplatz zu kriegen. es wird ein katamaran. ein 16 meter langes segelschiff mit einem mast, der eine fahnenstange wie einen zahnstocher aussehen lässt
(leicht übertrieben, aber tönt doch gut, oder? size matters!).


ganz schön viel zu tun
(ach ja?). die einwässerung des riesenkatamarans ist auf september dieses jahres geplant. iria hungerbühler und ihr mann
(dabei gibts im schwedischen ein so gutes wort für unsere beziehungsform. hans ist nämlich mein sambo (sprich sammbu), was soviel wie zusammenwohner bedeutet. auf der verbindlichkeits-skala also etwas zwischen freund und mann. ich finds ein praktisches und schönes wort und es tönt doch viel netter als "konkubinatspartner".) haben genug zu tun im sommer, ferien wird es kaum geben
(aber es ist ja so schön hier im sommer und ihm herbst gehen wir ja noch segeln).

zwei engagierte werftsarbeter. hans und iria arbeiten mittlerweile vollzeit
(ist vollzeit 100 oder 150 oder 200 prozent?) mit ihrem bootsprojekt.

links: es braucht viel spachtelmasse. und gibt viel staub
(oh ja!). 300 liter spachtel braucht es, um dem rumpf des schiffes die exakte form zu geben. die hälfte davon wird während der arbeit weggeschliffen.
rechts: in einer kleinen hütte neben der schiffswerkstatt gibts ein kleines büro
(für die schweizer: ein büröli in einem hüttli). von hier aus macht hans gunnervall die administration seines riesenprojektes. zwei abgewaschene gläser
(also bitte, sollen sie etwa noch halbvoll mit tomatensosse sein? wir leben ja schon einfach, aber doch nicht barbarisch!) funktionieren als schreibzeugbehälter
(die letzen überreste aus hans' jungesellen-leben in döve, die der reorganisation des haushaltes bis heute standgehalten haben. er hängt drum so daran...).