Freitag, Mai 02, 2008

Sippe

Am 1. Mai wird Moanas Coucousin Elias getauft, am Tag darauf besucht uns die Gunnervall-Sippe aus dem noch höheren Norden.

Kronprinzessin Victoria könnts nicht besser machen!

Moana sieht zum ersten Mal ihre Urgrossmutter Harriet.

Der kleine grosse Coucousin ist 4 Monate jünger als Moana. Sapperlott, der rennt ihr aber bald davon!

Also grad doppelt so viel essen mit Gotti Hanna.

Donnerstag, Mai 01, 2008

Tran Sport

Traurig, aber wahr: Das Datum für den Transport steht noch immer nicht fest. Das kann sich niemand vorstellen. Wir uns auch nicht, denn Hans ist seit Januar am Organisieren.
Eins von vielen Problemen ist, dass die (t)ollen Schweden gopferteckel einfach ihren Finger nicht aus dem Golfhandschuh nehmen. Oder sie sind krank (noch immer im Trend ist der Burnout) oder sie machen vaba*. (Worterklärung siehe unten)
Man würde denken, so schwierig kann das doch nicht sein. Man ruft eine Transportfirma an und sagt: "Losed Si, wir haben da Ende Mai ein 8 Meter breites, 15 Meter langes und 9 Tonnen schweres Ding von A nach B zu transportieren. Wieviel kostet das und können Sie das organisieren?"
Und der auf der anderen Seite würde sagen: "Kais Probläm, da haben wir schon viel Grösseres und Schwereres transportiert."
So haben wir auch gedacht. Denkste!
Das Übelste am Ganzen ist, dass weder die Länge, noch die Breite, noch das Gewicht ein Problem ist, sondern schlicht und einfach die schampenden Behörden und die wenn-du-nicht-zuerst-dann-wart-ich-auch-mal-noch-Mentalität.

Wir haben den Lastwagenunternehmer Claes Nr. 1 mit dem Transport beauftragt und haben ihm ein rund zehnseitiges Dokument mit allen möglichen Problemen der Strecke zusammengestellt. Der aber schickt es dem Claes Nr. 2, der Vorsitzender einer Lastwagenzentrale ist.
Lange lange hören wir nichts mehr, als wir nachfragen, ist der Claes Nr. 2 grad in Thailand in den Ferien, aber in einer Woche ist er wieder da. Dann ist er aber noch eine Woche krank.
Der Claes Nr. 2 schickt das Gesuch weiter ans den Thomas vom Kantonalen Strassen- und Verkehrsamt. (Wohlgemerkt, geschickt wird nur, wenn wir vorher dreimal in den A... treten).
Thomas schickt das ganze weiter an die Polizei, den Rettungsdienst (Amubulanz, Feuerwehr, etc.) und an alle Gemeinden, durch welche wir fahren wollen.
Die Polizei und der Rettungsdienst und die Gemeinden haben natürlich anderes zu tun. (A... treten von uns.)
Und wenn nur eine Gemeinde "hmmm" und nicht "ja" sagt, dann liegt das Ganze vorerst mal wieder auf Eis. Und wir müssen wieder treten. Warum eigentlich immer wir? Haben wir nicht mal eine Transportfirma beauftragt? Die also auch noch treten.
Das Gesuch wird abgelehnt, weil eine Gemeinde meldet, ihr Bahnübergang sei nur 5.5 Meter breit. Aber hallo? Wir waren doch schon drei Mal dort und haben ihn gemessen und der war rund 9 Meter breit. Nach 7 Telefonaten mit 14 verschiedenen Leuten merken sie, dass in ihrem System vermerkt ist, dass die Bahn auf der gesamten Strecke eine Mindestbreite von 5.5 Metern garantiert. Aha.
Was bedeutet schon wieder Minimum und Maximum? Kann es jetzt auch mehr sein oder darf es nicht weniger sein? Oder doch das doppelte von der Hälfte, weil es ja zwei Fahrbahnen sind?Oder doch nur einfach, weil der Zug ja auch nur in eine Richtung fährt. Und warum wissen die Leute aus Öra besser über den Bahnübergang Bescheid, als die Gemeindebehörden? Planen die Öraner etwa einen Anschlag?

Und dann wollen sie wissen, welche Schilder wir alle abmontiert haben wollen. Wir fahren also an einem Abend zum zigsten Mal 88 km hin und 88 km zurück, bloss um in der letzen Gemeinde alle Strassenschilder zu fotografieren und ihnen nochmals ein zehnseitiges Dokument zu schicken.

Und dazwischen ruft man immer mal wieder einen der Bürofritzen an, um ihm etwas Dampf unter dem Bürosessel zu machen. Aber meist kommt dann ein Telefonbeantworter der sagt "Vielen Dank für ihren Anruf, leider ist Sven Svensson bis um halb vier in einer Sitzung" (anderer Ausdruck für Golf spielen). Wenn man dann um eine Minute vor halb vier anruft, dann ist er immer noch in der Sitzung und eine Minute nach halb vier ist er schon nach Hause gegangen oder anders ausgedrück, noch immer auf dem Rasen.
Schön wärs, wenn wir ein nettes Fräulein hätten, das den ganzen Tag in unserem Büro sitzt und telefoniert. Aber so ist's ja nicht, sondern wir arbeiten in einer lärmigen, staubigen Halle ohne Natelempfang. Also bei jedem Anruf steigt Hans von der Leiter und geht auf die andere Seite der Halle, nur um zu hören, dass der Anders Andersson noch nicht da ist und fünf Minuten später leider schon gegangen ist.
Und wer nun das Gefühl hat, ich übertreiben mal wieder: Falsch. Ich untertreibe. Dies hier ist die Kurzversion.
Und wer bitte baut in der Zwischenzeit das Boot fertig? Vielleicht kriegen wir ja bald die Bewilligung, aber es gibt nichts zum transportieren...

Die fleissigen Blogleser jedoch wissen bei diesem Bild:

Wir geben noch nicht auf!

*vaba=vård av barn (auf kranke Kinder aufpassen)
Super Sache, wenn man Eltern ist. Denn ist das Kind krank, kann man es ja schlecht in die Krippe bringen. Da soll Mama oder Papa Zuhause bleiben können, um das Kind zu pflegen. Bin ich voll und ganz dafür.
Das grosse ABER: Hier in Schweden sind die Kinder übermässig oft am Freitag oder am Montag krank. Genau dann, wenn man die Dinge noch vor dem Wochenende erledigen sollte oder nach dem Wochenende endlich mal wieder jemand erreichen könnte.
Oder das vaba wird kurzerhand auf den lahmenden Hund, die einsame Grossmutter, die anspruchsvolle Ehefrau oder das renovationsbedürftige Eigenheim ausgedehnt.

Mittwoch, April 30, 2008

Wie man gratis zu einer mit Druckluft betriebenen Heftklammerpistole kommt

Man zieht sich alte Kleider an, wäscht sich die Haare eine Woche nicht mehr und nimmt das Baby mit, dem man ein hübsches Kleidchen und ein lustiges Hütchen anzieht. Am besten gibt man dem Kind einen Tag lang nichts mehr zu essen, damit es auch erbärmlich weint. So geht man vor den Feiertagen in die Polster-Fabrik und fragt lieb, ob man die Heftklammerpistole ausleihen darf. Darf man.

(Inspirationsquelle: Zigeunerinnen der Piazza Navona in Rom)

Dienstag, April 29, 2008

Montag, April 28, 2008

Landluft

Ob in Tenna oder in Döve, auch wir Landbewohner leiden unter Abgasen.

Sonntag, April 27, 2008

Samstag, April 26, 2008

Freitag, April 25, 2008

Was so läuft in Döve

Hier werden bald die Sofas nach meinen Styroporvorlagen genäht. Und wehe, der Joggel macht die Rundung auf der falschen Seite!

Die Daggerboards (Schwerter) sind nun endlich fertig.

Den Tisch werd ich noch ein paar extra Male ölen, damit er es aushält, wenn eine hungrige Crew mit den Hinterteilen vom Besteck auf den Tisch klopft und Ässä, Ässä, Ässä ruft.

Bloss EIN EINZIGER solcher Fensterrahmen kostet ein Vermögen, wenn man die Zeit rechnet, welche der Schreiner, Hans und ich daran gearbeitet haben. Von der ganzen Vorversuchen abgesehen. Dann wären es wohl zwei Vermögen.

Das Steuerrad stelle man sich vor.

Her mit dem Styropor, freie Sicht aufs Mittelmeer.

Donnerstag, April 24, 2008

Mutter und Kind


Wir wissen nun, wo sie sind. Nämlich zwischen Öra und Döve. Jeden Tag. Muss unbedingt mal die Kamera mit dem Vollrohr mitnehmen, damit wir die Augenfarbe sehen können.

Dienstag, April 22, 2008

Smörebröd


Vorerst noch ohne Smör.

Sonntag, April 20, 2008

Wallhamn Marina

Und hier wird sie dann ab Juni stehen, unsere Big Lady. Sobald der Katamaran mal Wasser unter dem Kiel hat, wird er nicht mehr ER oder ES, sondern SIE heissen, wie sich das für ein Schiff geziemt.
Mit der Frühlingssonne kommen auch all die Seemänner und Meerjungoderaltfrauen aus ihren Löchern und beginnen zu schleifen und zu polieren, zu fräsen und zu pützeln.
Uns beäugt man halb mitleidig, halb triumphierend, weil wir die einzigen in der Marina ohne Schiff sind. Pha, wenn die wüssten, dass wir eins im Hosensack haben, welches einen Schatten über die gesamte Marina werfen und dessen Mastspitze in den Wolken verschwinden wird.

Noch stehen alle Schiffe an Land.

Der Kran schafft 20 Tonnen, unser Kat wiegt ohne Wasser und Diesel ungefähr 9,5 Tonnen.

Die Frauen mit den rosaroten T-Shirts haben Schiffe mit roten Streifen

und die Frauen mit den hellblauen T-Shirts haben Schiffe mit blauen Streifen.

Bei dieser Gelegenheit muss ich grad noch ein Bild meines Chamäleon-Email-Freundes uVo posten.

Westküsste

Wir fahren an die Westküste und schauen uns Häuschen an, in welchen wir im Juni wohnen könnten, wenn dann inschallah das Schiff am Meer sein wird.
Und dies hier ist das Auserwählte:




Und endlich ist das Meer in Sicht, ab Juli zumindest aus unserm Küchenfenster.

Samstag, April 19, 2008

Wie doch die Zeit vergeht

Sind wir schon so lange hier in Öra?

18. Juni 2007

18. April 2008

Bevor dieser Stall ganz zerfallen ist, sind wir hier weg.
Hö hö.

Donnerstag, April 17, 2008

Eigentlich...




...hätten wir heute feiern müssen.
Eine halbe Kerze anzünden.
Eine halbe Torte essen.
Ein halbes Lied singen.
Aber das machen wir dann wohl in einem halben Jahr. Und zwar alles doppelt, nämlich ganz. So Poseidon will, irgendwo in einem hübschen griechischen Hafen.
Trotzdem. Alles Gute zum halbjährigen Dasein auf dieser Erde Moana!

Mittwoch, April 16, 2008

Bitte setzen Sie sich doch


Vorlagen für die Sofakissen aus Styropor.
Wozu hat eigentlich mal jemand den rechten Winkel erfunden, wenn wir denn so selten brauchen?

Montag, April 14, 2008

2 litry mleko


Milch aus Polen. Aber das Mädel ist wohl eher aus Holland.

Sonntag, April 13, 2008

Huhn

Freitag, April 11, 2008

Huere Siäch

Da war es doch nun endlich einmal etwas trocken geworden, der Frühling hat sich zwar nochmals im Bett gedreht, sich aber zumindest mal bewegt, die Tierli sind langsam aus ihren Erdlöchern geschlüpft...

...und nun heute Morgen das hier.

GOPFERTECKEL!
Dabei haben wir extra die zwei Polen nochmals eingeflogen, um das Unterschiff und die Daggerboards zu spachteln und zu schleifen und um die restlichen Antirutschmatten aufs Deck zu Kleben. Aber wie bitte, wenn all das Zeux nicht trocknet, weil es einfach zu kalt ist?

Donnerstag, April 10, 2008

Während ich in der Schweiz Kaffee trank und Kuchen ass

Das Boot hat rote Socken gekriegt.

Die Küchenablage ist fertig.

Die Lavabos in den Nasszellen (kommt in die Sammlung der leicht komischen Wörter) sind fertig.

Das Boot steht nun einen Meter höher.

Leider war Karl nicht grad arround, um uns zu helfen.



aus Big Fish, einem meiner Lieblingsfilme.

Statt Karl: 4 Wagenheber