Freitag, Mai 23, 2008

Live aus Döve

Heute Morgen um 5 haben die Männer das Schiff nochmals umgeladen, um 9 waren dann auch Moana und ich auf dem Platz des Geschehens und die Reise über den Acker konnte beginnen.



Nun steht der Kahn auf Paletten, am Nachmittag wird er auf den Trailer umgeladen. Das muss noch heute sein, denn schliesslich will der Schofför morgen seinen Rasen mähen, und nicht hier im Döve-Gras rumstehen. Der Transport an den Vännernsee ist für Sonntagmorgenganzfrüh vorgesehen.


Good old Walle!
Einer mehr, der uns nicht im Stich lässt.

Ganz herzlichen Dank für all die Emails und SMS mit den Glückwünschen und den lieben Worten für gutes Gelingen. Das heitert einem extrem auf, wenn man mit der Energie etwas auf Sparflamme läuft. Nehmts uns nicht übel, wir kommen im Moment nicht dazu, euch persönlich zu antworten. Drum der Blog, da haben alle etwas davon.

Donnerstag, Mai 22, 2008

Ausgespuckt

S'ist mehr als Mitternacht und morgen gehts um 5 weiter. Drum nur ein einziges Bild von heute.

Mehr Bilder, Filmli und die Geschichen dazu dann ein andermal.

Mittwoch, Mai 21, 2008

Weg mit dem Balken, freie Sicht aufs Mittelmeer

Wie gewohnt sind wir unserem Zeitplan etwas voraus.
Als ich am Morgen nach Döve komme, ist die Hallenwand bereits weg.

Nur noch der Stahlträger muss weg.

Egon und Kjell überlegen noch ein letztes Mal,

währen Hans an den Gebälken Wunderkerzen anzündet.

Dann gibts zuerst mal ein tüchtiges Fika.

Kjell trennt den Träger auf halber Höhe mit dem Schweissbrenner durch, ruck zuck, und Egon rupft ihn mit der Schaufel vom Traktor weg. Da wird nicht lang gefackelt.



Und der Träger wird weggefahren und

in einer Astgabel eingeklemmt, damit er steht.

So einfach ist das.

Und das ist der Ausblick auf morgen, das Untergestell für auf den Wagen.

Und plötzlich hat man einen andern Blick auf die Welt.

Dienstag, Mai 20, 2008

Bitte laut mitzählen!

Brausen tun nicht nur die Tabletten, sondern auch wir. Der Countdown steht bei vier. Morgen noch das letzte Fenster einbauen und mit Sikaflex abdichten, damit das Wasser kommen kann, von oben oder von unten.

Und ja, das Tor ist zu klein für das Schiff. Ja, wir haben das schon immer gewusst. Ja, wir haben uns schon zu Baubeginn überlegt, wie sich dieses Problem (grosses Schiff - kleines Tor) lösen lässt. Ganz so schildbürgerlich waren wir nun doch nicht, auch wenn das schon viele geglaubt haben. All die mein-Gott-das-sieht-ja-ein-Blinder-dass-das-Riesending-nicht-durch-das Loch-passt-aber-ich-sag-jetzt-nichts-Gesichter hätt man fotografieren sollen.
Am Donnerstag wird Egon und Kjell einen Träger der Halle absägen und die Bleche wegnehmen. So einfach ist das. Hüstel, hüstel.

Am Freitag wird die Döve-Truppe das Schiff mit Traktor und gelbem Wagen aus der Halle fahren.
Kjell hat für den Transport einen Untersatz geschweisst, den er nun Stückweise mit seinem Volvo anfährt.

Am Samstag wird das Schiff auf dem grossen Vorplatz auf den Trailer umgeladen.
Und am Sonntagmorgen sollte es in aller Herrgottsfrühe losgehen, falls dann der Schofför nicht grad einen Burn-out hat oder ein anderes Handicap auf dem Rasen auskurieren muss.
Ich hoff, dass ich Zeit und Energie finde, euch auf dem Laufenden zu halten.

Und unserer Tochter bringen wir schon ganz früh bei, baue nie nie nie ein Boot!

Montag, Mai 19, 2008

Lösgodis

Lösgodis = klein und fein und selber aussuchen und pro Kilo bezahlen

Sonntag, Mai 18, 2008

Kommen

In Göteborg kommt das Bier per Schlauch in die Bar.


Und kommt uns das bekannt vor?

Alles nur geklaut!

Samstag, Mai 17, 2008

Für Regina


Ja, ich trage noch immer Halsketten!

Freitag, Mai 16, 2008

ojemine

Was? Schon 10 Tage nicht mehr geblogt? Sapperlott, wie die Zeit vergeht.
Der Countdown ist in der Zwischenzeit nicht stehengeblieben, noch 9 Tage bis zum Transport. Das Datum wurde um einen Tag vorverschoben, weil die Polizei entschieden hat, dass wir nur an einem Sonntagvormittag fahren dürfen, weil dann all die Schweden, welche sonst auf der Strasse wären, ihren Samstagabendrausch ausschlafen. Minus einen Tag für uns. Aber mehr als Vollgas können wir eh nicht, das Pedal ist bereits am Anschlag.
Transport organisieren, Schiffstaufe organisieren - die ist übrigens am 28. Juni, falls jemand aus meiner Werten Blogleserschaft kommen möchte! - Babysitter organisieren, Schachteln packen, denn gleichzeitig müssen wir von Öra in unser Häuschen auf Tjörn umziehen - bei jedem einzelnen Ding überlegen, brauchen wir das auf Tjörn, brauchen wir das auf dem Boot oder geht es in die Sommerferien ins Haus von Hans' Grosseltern? - Törns organisieren, die Fahrt mit dem Boot von Lidköping ans Meer organisieren und dazwischen auf ein Kind aufpassen und ein Boot fertig bauen. Wir brauchen Ferien. Am liebsten in einem schwarzen Loch, wo es nichts zu tun gibt ausser schlafen.
Und in dem ganzen Tumult drin ist meine Kamera irgendwo verschwunden. Drum gibts nun bloss ein Bild vom Kind mit Ameise.

Dienstag, Mai 06, 2008

Noch 20 Tabletten, der Countdown läuft


Ha, nun soll noch jemand sagen, jammern nütze nichts! Oder wars das Treten?
Wir haben jedenfalls einen positiven Bescheid gekriegt. Zwar erst mündlich, aber mit Handschuhen lässt sich's einfach schlecht tippen.
Was heissen will, das Datum für den Transport steht fest. Und zwar am 26. Mai. Jaja, das ist schon bald. Sehr bald sogar. Uiuiuiui...
Herzlichen Dank für die Angebote von SUVA geprüften Stahlkappenschuhen zum Ginggen und den Froilein-Diensten, welche auch Besuche auf dem Golfplatz machen tät.
Erst wenn die letze Schraube sitzt, der letzte Schliff getan, die letzte Vitamin-C-Tablette aufgebraust ist, werdet ihr feststellen, dass unser Schiff sehr wohl auf einem Feld-Wald-und Wiesen-Weg fahren kann! Aller Unkenrufe zum Trotz!

(Und dass man Geld an sich nicht, aber MIT Geld sehr wohl sehr fein essen kann, das wisst ihr wohl unterdessen.)

Sonntag, Mai 04, 2008

Welche


Mittlerweile halten wir schon gar nicht mehr mit dem Auto.
Apropos, warum heisst der Elch-Blog eigentlich Elch-Blog? Sehen die auch ständig Elche?

Samstag, Mai 03, 2008

Kockums

Nach

einigen

Fehlversuchen

hab

ich

endlich

das

ganze

Kind

und

den

ganzen

Kran

auf einem Bild!
Der Kockums-Kran ist ehemaliges Wahrzeichen von Malmö, wo Hans aufgewachsen ist. Hans ist heut in Öra, der Kran in Südkorea.

Freitag, Mai 02, 2008

Sippe

Am 1. Mai wird Moanas Coucousin Elias getauft, am Tag darauf besucht uns die Gunnervall-Sippe aus dem noch höheren Norden.

Kronprinzessin Victoria könnts nicht besser machen!

Moana sieht zum ersten Mal ihre Urgrossmutter Harriet.

Der kleine grosse Coucousin ist 4 Monate jünger als Moana. Sapperlott, der rennt ihr aber bald davon!

Also grad doppelt so viel essen mit Gotti Hanna.

Donnerstag, Mai 01, 2008

Tran Sport

Traurig, aber wahr: Das Datum für den Transport steht noch immer nicht fest. Das kann sich niemand vorstellen. Wir uns auch nicht, denn Hans ist seit Januar am Organisieren.
Eins von vielen Problemen ist, dass die (t)ollen Schweden gopferteckel einfach ihren Finger nicht aus dem Golfhandschuh nehmen. Oder sie sind krank (noch immer im Trend ist der Burnout) oder sie machen vaba*. (Worterklärung siehe unten)
Man würde denken, so schwierig kann das doch nicht sein. Man ruft eine Transportfirma an und sagt: "Losed Si, wir haben da Ende Mai ein 8 Meter breites, 15 Meter langes und 9 Tonnen schweres Ding von A nach B zu transportieren. Wieviel kostet das und können Sie das organisieren?"
Und der auf der anderen Seite würde sagen: "Kais Probläm, da haben wir schon viel Grösseres und Schwereres transportiert."
So haben wir auch gedacht. Denkste!
Das Übelste am Ganzen ist, dass weder die Länge, noch die Breite, noch das Gewicht ein Problem ist, sondern schlicht und einfach die schampenden Behörden und die wenn-du-nicht-zuerst-dann-wart-ich-auch-mal-noch-Mentalität.

Wir haben den Lastwagenunternehmer Claes Nr. 1 mit dem Transport beauftragt und haben ihm ein rund zehnseitiges Dokument mit allen möglichen Problemen der Strecke zusammengestellt. Der aber schickt es dem Claes Nr. 2, der Vorsitzender einer Lastwagenzentrale ist.
Lange lange hören wir nichts mehr, als wir nachfragen, ist der Claes Nr. 2 grad in Thailand in den Ferien, aber in einer Woche ist er wieder da. Dann ist er aber noch eine Woche krank.
Der Claes Nr. 2 schickt das Gesuch weiter ans den Thomas vom Kantonalen Strassen- und Verkehrsamt. (Wohlgemerkt, geschickt wird nur, wenn wir vorher dreimal in den A... treten).
Thomas schickt das ganze weiter an die Polizei, den Rettungsdienst (Amubulanz, Feuerwehr, etc.) und an alle Gemeinden, durch welche wir fahren wollen.
Die Polizei und der Rettungsdienst und die Gemeinden haben natürlich anderes zu tun. (A... treten von uns.)
Und wenn nur eine Gemeinde "hmmm" und nicht "ja" sagt, dann liegt das Ganze vorerst mal wieder auf Eis. Und wir müssen wieder treten. Warum eigentlich immer wir? Haben wir nicht mal eine Transportfirma beauftragt? Die also auch noch treten.
Das Gesuch wird abgelehnt, weil eine Gemeinde meldet, ihr Bahnübergang sei nur 5.5 Meter breit. Aber hallo? Wir waren doch schon drei Mal dort und haben ihn gemessen und der war rund 9 Meter breit. Nach 7 Telefonaten mit 14 verschiedenen Leuten merken sie, dass in ihrem System vermerkt ist, dass die Bahn auf der gesamten Strecke eine Mindestbreite von 5.5 Metern garantiert. Aha.
Was bedeutet schon wieder Minimum und Maximum? Kann es jetzt auch mehr sein oder darf es nicht weniger sein? Oder doch das doppelte von der Hälfte, weil es ja zwei Fahrbahnen sind?Oder doch nur einfach, weil der Zug ja auch nur in eine Richtung fährt. Und warum wissen die Leute aus Öra besser über den Bahnübergang Bescheid, als die Gemeindebehörden? Planen die Öraner etwa einen Anschlag?

Und dann wollen sie wissen, welche Schilder wir alle abmontiert haben wollen. Wir fahren also an einem Abend zum zigsten Mal 88 km hin und 88 km zurück, bloss um in der letzen Gemeinde alle Strassenschilder zu fotografieren und ihnen nochmals ein zehnseitiges Dokument zu schicken.

Und dazwischen ruft man immer mal wieder einen der Bürofritzen an, um ihm etwas Dampf unter dem Bürosessel zu machen. Aber meist kommt dann ein Telefonbeantworter der sagt "Vielen Dank für ihren Anruf, leider ist Sven Svensson bis um halb vier in einer Sitzung" (anderer Ausdruck für Golf spielen). Wenn man dann um eine Minute vor halb vier anruft, dann ist er immer noch in der Sitzung und eine Minute nach halb vier ist er schon nach Hause gegangen oder anders ausgedrück, noch immer auf dem Rasen.
Schön wärs, wenn wir ein nettes Fräulein hätten, das den ganzen Tag in unserem Büro sitzt und telefoniert. Aber so ist's ja nicht, sondern wir arbeiten in einer lärmigen, staubigen Halle ohne Natelempfang. Also bei jedem Anruf steigt Hans von der Leiter und geht auf die andere Seite der Halle, nur um zu hören, dass der Anders Andersson noch nicht da ist und fünf Minuten später leider schon gegangen ist.
Und wer nun das Gefühl hat, ich übertreiben mal wieder: Falsch. Ich untertreibe. Dies hier ist die Kurzversion.
Und wer bitte baut in der Zwischenzeit das Boot fertig? Vielleicht kriegen wir ja bald die Bewilligung, aber es gibt nichts zum transportieren...

Die fleissigen Blogleser jedoch wissen bei diesem Bild:

Wir geben noch nicht auf!

*vaba=vård av barn (auf kranke Kinder aufpassen)
Super Sache, wenn man Eltern ist. Denn ist das Kind krank, kann man es ja schlecht in die Krippe bringen. Da soll Mama oder Papa Zuhause bleiben können, um das Kind zu pflegen. Bin ich voll und ganz dafür.
Das grosse ABER: Hier in Schweden sind die Kinder übermässig oft am Freitag oder am Montag krank. Genau dann, wenn man die Dinge noch vor dem Wochenende erledigen sollte oder nach dem Wochenende endlich mal wieder jemand erreichen könnte.
Oder das vaba wird kurzerhand auf den lahmenden Hund, die einsame Grossmutter, die anspruchsvolle Ehefrau oder das renovationsbedürftige Eigenheim ausgedehnt.