Unsere Eltern interessieren sich nämlich für das Wetter hier droben. "Wa händ er au für Wätter?" Die einen müssen selber stets auf der Hut vor Frost und Hitzewelle sein, damit das Gemüse weder erfriert noch verdorrt. Und die anderen müssen sich ernsthaft überlegen, ob sie nicht diesen Sommer im Garten der Grosseltern hier in Schweden einen Zitronenhain oder eine Olivenplantage anbauen sollen, denn es herrschen hier mediterane Zustände.
04.30 uhr --- 10º
05.22 uhr --- 14º
08.17 uhr --- 21 º
10.05 uhr --- 27º
12.11 uhr --- 31 º
13.01 uhr --- 34º
Wir beginnen um 5 Uhr mit der Arbeit, machen eine lange Mittagspause und Hans arbeitet dann am Abend nochmals eine Schicht bis in die Nacht. Um 10 Uhr muss ich schon zum ersten Mal die Beine hochlagern, weil ich sonst Gefahr laufe, von berstenden Schuhen getroffen zu werden.
Jaja, eigentlich ist das ein getarnter Jammerblog, aber eigentlich finde ich persönlich Jammerblogs zum jammern und zweitens soll ich ja nicht mehr jammern, weil bald alles noch viel schlimmer kommen wird, wie mir prophezeit wurde. Drum hab ich ihn als Wetterblog verkleidet.
Aber von den Eltern kriegt man immer ein wenig Mitleid, wenn man es grad braucht.
In der Halle ist es nämlich nochmals etwa 5-10º wärmer, da muss man ganz viel trinken und ganz viel die Blase entleeren und es ist ganz mühsam, wenn man dazu jedesmal aus der Skipperkoje raus- und vom Schiff runterklettern und zum Häuschen laufen muss (frau schifft ja nicht hinter die Halle), hüäääääähhhh.
Und weil man ja nicht die Hälfte der Arbeitszeit mit Klettern verbringen möchte, kommt man auf ganz kreative Lösungen. Aber die Details gehören nun wirklich nicht auf einen Blog.
Die Kartoffelstöcke sind "aa ghüüfelet", wie von Papa Pius empfohlen.
Und die Tomaten- und Gurkenpflanzen gedeihen prächtig im Tropenhäuschen.

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