Am Ostersamstagabend um Mitternacht ist die Fastenzeit vorbei und die Ostern und das grosse Fressen beginnen. Vor der Kirche warten wir mit Kerzen auf den Glockenschlag, dann wird das Feuer weitergegeben, bis der ganze Platz hell erleuchtet ist. Und dann beginnts. Ein Knall am andern. Haben noch nie so laute Knaller gehört, man hat das Gefühl, inmitten eines Krieges zu sein. Die Explosionen sind so stark und laut, dass uns von der Detonationswelle die Kleider flattern. Und Fräulein Zart schläft den ganzen Abend im Wagen. Ob unser Kind wohl taub ist? Oder es geworden ist?
Am Ostersonntag werden überall im Dorf Osterlämmer gegrillt, wer keinen Grill hat, gräbt sich eine Mulde am Strassenrand. Und irgend einen Spiess lässt sich auf all den Bootswerften rund um den Hafen sicher finden.
Über Verwandte von Hans werden wir von einer griechisch/schwedischen Fischerfamilie zum Osterlamm und zum Eiertütschen eingeladen.
Hier in Griechenland sind die Eier nicht farbig, sondern rot.
Und die Lämmer sind tot.
Zumindest heute.
Und zwischen Lamm und Kuchen müssen wir alle zum Padre zum Tanzen. Wer könnte einem Pastor den Wunsch abschlagen! Für einmal tanzen die Touristen für die Griechen und sie dürfen sich amüsieren.

1 Kommentar:
lamm gottes, du nimmst hinweg die sünden der welt, ... kannst du es noch?
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